Förderverein 5. Sächsische Landesgartenschau 2009 Reichenbach Vogtland Sachsen- Veranstaltungen , Maskottchen , Baumpatenschaft
Presseberichte

Regenwetter war gemeldet, aber pünktlich zur Freigabe hatte die schöne Helene vom Raumbach sogar die Sonne für eine Stippvisite nach Reichenbach erwärmen können. Wenn das zur Laga auch so klappt ...
06.12.2007

Jetzt sind die Foto-Alben komplett


ReichenbachNormalerweise wagen bei offiziellen Eröffnungen der Projekte X und Y Politiker und Wirtschaftslenker vor einer handvoll Journalisten optimistische Blicke in eine rosige Zukunft. Das Volk ist derweil mit seinem Alltag beschäftigt. Gestern aber, bei der Freigabe der fünf Kilometer langen und reichlich 33 Millionen Euro teuren Reichenbacher Ortsumgehung, da war das Reichenbacher Volk in einer Größenordnung der Einladung von Straßenbauamt und Stadt gefolgt, dass Reichenbachs OB Dieter Kießling in seinem Grußwort gar von regelrechten "Völkerwanderungen" sprach, die es bei schönem Wetter schon seit Wochen vor allem auf der großen Brücke über das Raumbachtal zu beobachten gab.
Foto: Franko Martin Von Gerd Möckel
So war es auch gestern, als Hunderte Bürger den Reden etwa von Staatsminister Thomas Jurk, von Landrat Tassilo Lenk und Peter-Paul-Pfarrer Andreas Alders lauschten. Auf der großen Brücke ein großer Augenblick für OB Kießling, der mit der Umfahrung vor allem die Lebens- und Wohnqualität in der Altstadt und wie andere Redner den Wirtschaftsstandort Reichenbach infrastrukturell an der künftigen Westtrasse zwischen A 72 und A 4 aufgewertet sieht. Dem Stadtchef stand die Freude ins Gesicht geschrieben: "Ich freue mich, dass so viele Reichenbacher da sind." Wenig später machte er der versammelten Bürgerschaft ein umwerfendes Angebot: "Nutzen Sie auch den Sonderbus, er wird sie auf der neuen Straße hin und her fahren."
Zu diesem Zeitpunkt wusste Martin Gruschwitz noch nicht, was ihn 20 Minuten später erwarten würde. "Ich soll hier nur die Hautevolee fahren", sagte der Sonderbusfahrer in seinem schmucken Oldie H6B, gebaut 1958 in Werdau. Das Getriebe nicht synchronisiert, keine Lenkhilfe, die etwas andere Schaltung. Ein Busfahrer ohne spezielle Kenntnisse könnte den Bus nicht bewegen. Gestern bewegte der Oldie aus den Reichenbacher Verkehrsbetrieben die Reichenbacher. Offenbar nicht ganz nach Fahrplan. Denn, so wie es der Busfahrer vermutet hatte, schritt Minister Jurk nach dem Ende der Ansprachen zum Bus. Doch flugs überholten ihn die Reichenbacher Herrschaften, als gelte es wie einst, den Schichtbus zu erreichen. Im Nu waren alle Sitz- und sogar die Stehplätze weg. Ein herrlicher Anblick, fand auch OB Kießling: "So soll's doch sein." Für die Polit-Prominenz blieb nur der Weg zum Einweihungs-Imbiss im Festzelt. Auch dort war viel beherzt zugreifendes Volk zu erleben.

Regina und Heinz Meinel aus Oberreichenbach gehörten nicht dazu. Sie schritten auf der neuen S 289 zu ihrem Auto, genossen den herrlichen Blick von der Brücke und freuten sich, einfach dabei gewesen zu sein. "Eine tolle Sache, jetzt fahren wir, wenn wir aus Richtung Lengenfeld kommen, einfach an der Stadt vorbei und sind via Obi gleich zu Hause", sagte Heinz Meinel, der den Straßenbau seit dem ersten Spatenstich am 24. August 2005 fotografisch festgehalten hat. "Jetzt ist unser Album komplett, alles schön beieinander", ergänzt seine Frau.
Es werden gestern viele Alben komplettiert worden sein. So viele Kameras und Fotoapparate dürften in Reichenbach nur bei Sigmund Jähns Besuch nach seiner Sojus-Mission und beim Tag der Sachsen im Einsatz gewesen sein. Auch Andreas Hader vom "Reichenbacher Bilderbogen" (Einweihungs-Fotos unter www.reichenbacher-bilderbogen.de ) war mit Kamera und Riesenobjektiv da. Der Ingenieur hatte sich in seiner Firma für eine Stunde frei genommen: "Bei so einem Termin, da darf man einfach nicht fehlen."



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